Miss Sloane (2016)

Miss Sloane erzählt von der Arbeit von Lobbygruppen und ihres Einflusses auf die Gesetzgebung, von Politik, Gerichten, Medien und Öffentlichkeitsarbeit – und ist dabei spannend genug. Vor allem aber geht es in diesem Film um die persönliche Haltung jedes Einzelnen.

Elizabeth Sloane (Jessica Chastain) kurz vor ihrem Abflug. ©Universum Film

Ich wüsste nicht, seit wann du eine Meinung zu Waffen hättest.“ – „Meine Meinung ist herangewachsen, irgendwann zwischen Columbine und Charleston.“ Elizabeth Sloane (Jessica Chastain) ist eine taffe politische Lobbyistin, angestellt in einer großen Beratungsfirma in Washington, D.C.

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Kurz & aktuell: Tatort – Kein schöner Land (2017)

Im Frankfurter Tatort Kein schöner Land (Erstausstrahlung 08.01.2017, Wiederholung im Hessischen Rundfunk am 04.02.2020) sind die Hauptkommissare Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) mit einem neuen Chef konfrontiert, der den schönen Künsten zugewandt ist.

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Working Girl (1988) – Die Chefin

Sind Frauen per se die besseren Bosse? In Working Girl spielt anders als man denken mag nicht nur Gender eine entscheidende Rolle, sondern vor allem Klasse.

Chefin Katharine Parker (Sigourney Weaver) zahlt am Ende von Working Girl – Die Waffen der Frauen (1988) einen hohen Preis. Ihre Reputation: passé. Deal: geplatzt. Mann: weg. Dabei ist sie zunächst einmal nur eine dieser raren Frauen in Führungspositionen. Aber dass sie unserer Heldin, Tess McGill (Melanie Griffith), übel mitspielt, verzeihen wir ihr nicht; wohlig laben wir uns an ihrem Untergang.[1]

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The Insider (1999)

Der Whistleblower ist die Krone aller Figuren aus der Arbeitswelt auf einer Kinoleinwand, mit der sich Angestellte im Zuschauerraum identifizieren können.

Seine eigene moralische Integrität ist Richtschnur für sein Handeln, und er setzt sich mit seiner Aussage oder Dokumentenweitergabe an Medien oder Strafermittlungsbehörden über das Interesse seines Arbeitgebers, seines Bosses, seiner Kolleg*innen hinweg. In der Realität – das zeigen viele Filme – ist solch eine Aussage mit einem hohen Preis verbunden; monetär wird der Verlust an Karriere, Reputation, materieller Sicherheit selten aufgewogen.

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The Abyss (1989)

Bud Brigman ist genau der Mann, den man dabeihaben will, wenn man in gefährlicher Mission unterwegs ist, wenn man halsbrecherische unternehmerische Entscheidungen zu treffen und umzusetzen hat, wenn man unerprobte Technik einsetzen oder innovative Lösungswege beschreiten will.

Dieses Unterwasserdrama ist ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn (bereichsübergreifende) Teams nicht funktionieren oder jeder seine eigene Agenda hat. Auch natürlich für den systemimmanenten Machtkampf zwischen verschiedenen Regierungsorganisationen und -hierarchien.

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Armageddon (1998)

Harry S. Stamper gehört wie Bud Brigman in The Abyss zu der Sorte Chefs, die gescheit genug sind, eine Mannschaft um sich zu sammeln, auf die sie sich in jeder Lebenslage verlassen können und ohne die sie nicht auf Mission gehen.

In Armageddon (1998) streiten anfangs zur Abwechslung die zwei männlichen Protagonisten, sonst ist die Ausgangslage (und finale Lösung) ähnlich wie in Abyss. Ein Meteorit groß wie Texas rast auf die Erde zu, und wird sie, wenn er sie in 18 Tagen erreicht hat, unausweichlich zerstören. Die NASA weiß sich nach einigen anderen gescheiterten Aktionen nicht anders zu helfen, als in dem (rasenden) Meteoriten einen Atomsprengkopf zu platzieren, um ihn zu zerstören und so die Wucht des Aufpralls abzulenken.

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