Working Girl (1988) – Die Chefin

Sind Frauen per se die besseren Bosse? In Working Girl spielt anders als man denken mag nicht nur Gender eine entscheidende Rolle, sondern vor allem Klasse.

Chefin Katharine Parker (Sigourney Weaver) zahlt am Ende von Working Girl – Die Waffen der Frauen (1988) einen hohen Preis. Ihre Reputation: passé. Deal: geplatzt. Mann: weg. Dabei ist sie zunächst einmal nur eine dieser raren Frauen in Führungspositionen. Aber dass sie unserer Heldin, Tess McGill (Melanie Griffith), übel mitspielt, verzeihen wir ihr nicht; wohlig laben wir uns an ihrem Untergang.[1]

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The Insider (1999)

Der Whistleblower ist die Krone aller Figuren aus der Arbeitswelt auf einer Kinoleinwand, mit der sich Angestellte im Zuschauerraum identifizieren können.

Seine eigene moralische Integrität ist Richtschnur für sein Handeln, und er setzt sich mit seiner Aussage oder Dokumentenweitergabe an Medien oder Strafermittlungsbehörden über das Interesse seines Arbeitgebers, seines Bosses, seiner Kolleg*innen hinweg. In der Realität – das zeigen viele Filme – ist solch eine Aussage mit einem hohen Preis verbunden; monetär wird der Verlust an Karriere, Reputation, materieller Sicherheit selten aufgewogen.

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Star Wars: The Force Akwakens (2015)

Viele Abenteuer- und Katastrophenfilme erzählen vom Besten – und vom Schlechtesten – in der Arbeitswelt. Hier werden vormals stille, professionell agierende Chefs und andere Spezialisten unverhofft zu Helden, die selbstlos nicht nur ihre Mannschaft, sondern gleich die gesamte Galaxis zu retten versuchen.

Andere verlassen als erste das sinkende Schiff, werden zu tobenden Berserkern (was der Mission selten hilft), verwandeln sich in gierige, berechnende, entmenschlichte Figuren, die die Nerven verlieren und fast immer die Rechnung in Form eines vorzeitigen Todes präsentiert bekommen. 

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The Apartment (1960)

C.C. Baxter fungiert als Projektionsfläche für alle Männer (und Frauen), die nicht nur wie eine Maschine tagein, tagaus einen seelenlosen Job
ausüben, sondern von ihren Chefs unter Vortäuschung möglicher Beförderungen auch manipuliert werden.

C.C. Baxter (Jack Lemmon) ist die fleißige Arbeitsbiene in einer Versicherungsgesellschaft, der in einem dystopischen Großraumbüro[1] arbeitet und wie alle seine Kollegen endlose Zahlenreihen auf der Rechen- bzw. Schreibmaschine produziert.

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9 to 5 (1980)

„9 to 5“ dokumentiert die scheinbar festgefügten Geschlechterrollen in der Arbeitswelt der frühen 1980er Jahre. Es geht hier um sexuelle Anzüglichkeit und Machtmissbrauch, ungleiche Löhne für Männer und Frauen, bevorzugte Beförderung von Männern, Abwertung von weiblichen Beschäftigten als private Servicekräfte. Irgendwie zeitlos.

Franklin M. Hart jr. sitzt auf seinem Posten, weil ihn ein Mann und eine Männerwelt dorthin gesetzt haben – und weil tüchtige Frauen die Arbeit tun. Er regiert seine Abteilung mit rigorosen Regeln: keine Familienfotos und Pflanzen am Arbeitsplatz, wer übers Gehalt spricht, fliegt.

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