The Company Men (2010)

Harte Lektion: Wenn es der Aktienkurs verlangt, sind auch die loyalsten und erfolgreichsten Mitarbeiter*innen ersetzbar. Was dann?

Busted – das kann auch den Besten passieren. Tommy Lee Jones und Chris Cooper in The Company Men (2010)

Drei Männer machen sich morgens fertig fürs Büro. Stehen vor dem Spiegel, binden Krawatten, streifen Uhren übers Handgelenk. Gehen durch ihre großen, größeren, am größten Häuser in den Vorstädten. Steigen in ihre schnittigen Schlitten. Sie haben es geschafft, sie leben den amerikanischen Traum. Jetzt ab in die Firma, die diesen Wohlstand finanziert hat.

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Isn’t it romantic? (2019)

Du bist der Fußabtreter im Büro? Nach einem Ausflug in ein bonbonfarbenes Paralleluniversum nicht mehr!

Natalie (Rebel Wilson) – ungläubig – auf dem Weg ins Office. Isn’t it romantic. © Netflix

Als Architektin Natalie (Rebel Wilson) morgens das Großraumbüro betritt, geht sofort die Misere los, die ihr Leben bestimmt: Ein Kollege drückt ihr Müll in die Hand, den sie doch bitte auf dem Weg zu ihrem Platz entsorgen soll, die Büromanagerin kommt mit dem 3D-Drucker nicht klar und delegiert – nicht zum 1. Mal – diese Aufgabe an Natalie zurück, die das ja letztens auch prima gefixt bekommen habe.

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Miss Sloane (2016)

Miss Sloane erzählt von der Arbeit von Lobbygruppen und ihres Einflusses auf die Gesetzgebung, von Politik, Gerichten, Medien und Öffentlichkeitsarbeit – und ist dabei spannend genug. Vor allem aber geht es in diesem Film um die persönliche Haltung jedes Einzelnen.

Elizabeth Sloane (Jessica Chastain) kurz vor ihrem Abflug. ©Universum Film

Ich wüsste nicht, seit wann du eine Meinung zu Waffen hättest.“ – „Meine Meinung ist herangewachsen, irgendwann zwischen Columbine und Charleston.“ Elizabeth Sloane (Jessica Chastain) ist eine taffe politische Lobbyistin, angestellt in einer großen Beratungsfirma in Washington, D.C.

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Working Girl (1988) – Die Chefin

Sind Frauen per se die besseren Bosse? In Working Girl spielt anders als man denken mag nicht nur Gender eine entscheidende Rolle, sondern vor allem Klasse.

Chefin Katharine Parker (Sigourney Weaver) zahlt am Ende von Working Girl – Die Waffen der Frauen (1988) einen hohen Preis. Ihre Reputation: passé. Deal: geplatzt. Mann: weg. Dabei ist sie zunächst einmal nur eine dieser raren Frauen in Führungspositionen. Aber dass sie unserer Heldin, Tess McGill (Melanie Griffith), übel mitspielt, verzeihen wir ihr nicht; wohlig laben wir uns an ihrem Untergang.[1]

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The Insider (1999)

Der Whistleblower ist die Krone aller Figuren aus der Arbeitswelt auf einer Kinoleinwand, mit der sich Angestellte im Zuschauerraum identifizieren können.

Seine eigene moralische Integrität ist Richtschnur für sein Handeln, und er setzt sich mit seiner Aussage oder Dokumentenweitergabe an Medien oder Strafermittlungsbehörden über das Interesse seines Arbeitgebers, seines Bosses, seiner Kolleg*innen hinweg. In der Realität – das zeigen viele Filme – ist solch eine Aussage mit einem hohen Preis verbunden; monetär wird der Verlust an Karriere, Reputation, materieller Sicherheit selten aufgewogen.

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Star Wars: The Force Akwakens (2015)

Viele Abenteuer- und Katastrophenfilme erzählen vom Besten – und vom Schlechtesten – in der Arbeitswelt. Hier werden vormals stille, professionell agierende Chefs und andere Spezialisten unverhofft zu Helden, die selbstlos nicht nur ihre Mannschaft, sondern gleich die gesamte Galaxis zu retten versuchen.

Andere verlassen als erste das sinkende Schiff, werden zu tobenden Berserkern (was der Mission selten hilft), verwandeln sich in gierige, berechnende, entmenschlichte Figuren, die die Nerven verlieren und fast immer die Rechnung in Form eines vorzeitigen Todes präsentiert bekommen. 

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