42nd Street (1933)

Ansprache kurz vor der Premiere: „You’re going out a youngster but you’ve got to come back a star!“ Kann das gut gehen?

Julian Marsh ist ständig unzufrieden mit seinen Angestellten: Er brüllt sie täglich zusammen und sagt ihnen wütend, wie schlecht und untalentiert sie seien; er lässt sie rund um die Uhr arbeiten, so dass einige schon dabei einschlafen. Zudem frisst ihn eine tödliche Krankheit von innen auf. Dies ist sein finales Projekt, die Krone seines Schaffens, dies wird ihn überleben, daran wird man denken. Die Erwartungen sind entsprechend.

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Special: Polizei und Redaktionen als Horte guter Chef*innen

Sind manche Branchen prädestinierter als andere, gute Chef*innen zu haben? Zumindest im Film erweckt es diesen Anschein.

Twin-Peaks-Sheriff Harry S. Truman (Michael Ontkean), links, mit Special Agent Dale Cooper vom FBI (Kyle MacLachlan). Photo by ABC Photo Archives – © 2011 American Broadcasting Companies, Inc. – Image courtesy gettyimages.com

In Spielfilmen werden häufig Chefredakteur*innen, Produzent*innen und Verleger*innen als gute Chef*innen gezeichnet, die ihre Mitarbeiter*innen unterstützen und antreiben, sie auf die richtige Spur bringen und sie dazu motivieren, noch die Extrameile zu gehen, um doch noch einen Informanten aufzutreiben, mit dem sich ein Artikel oder Beitrag wasserdicht machen lässt.

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The Apartment (1960)

C.C. Baxter fungiert als Projektionsfläche für alle Männer (und Frauen), die nicht nur wie eine Maschine tagein, tagaus einen seelenlosen Job
ausüben, sondern von ihren Chefs unter Vortäuschung möglicher Beförderungen auch manipuliert werden.

C.C. Baxter (Jack Lemmon) ist die fleißige Arbeitsbiene in einer Versicherungsgesellschaft, der in einem dystopischen Großraumbüro[1] arbeitet und wie alle seine Kollegen endlose Zahlenreihen auf der Rechen- bzw. Schreibmaschine produziert.

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Working Girl (1988)

In „Working Girl“ geht es in erster Linie um Klassenzugehörigkeit – und um die Privilegien, die manchen bereits in die Wiege gelegt wurden.

Tess McGill (Melanie Griffith) auf der Staten Island Ferry, auf dem Weg zur Wall Street. (c) Twentieth Century Fox.

Melanie Griffith ist der Inbegriff des Working Girls im titelgebenden Working Girl – Die Waffen der Frauen (1988) – eine Ikone der 1980er. Durch Herkunft, Familie, Freund und Wohnsitz[1] förmlich zu Boden gedrückt, versucht sie doch, sich den Weg nach oben zu erkämpfen.

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9 to 5 (1980)

„9 to 5“ dokumentiert die scheinbar festgefügten Geschlechterrollen in der Arbeitswelt der frühen 1980er Jahre. Es geht hier um sexuelle Anzüglichkeit und Machtmissbrauch, ungleiche Löhne für Männer und Frauen, bevorzugte Beförderung von Männern, Abwertung von weiblichen Beschäftigten als private Servicekräfte. Irgendwie zeitlos.

Franklin M. Hart jr. sitzt auf seinem Posten, weil ihn ein Mann und eine Männerwelt dorthin gesetzt haben – und weil tüchtige Frauen die Arbeit tun. Er regiert seine Abteilung mit rigorosen Regeln: keine Familienfotos und Pflanzen am Arbeitsplatz, wer übers Gehalt spricht, fliegt.

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