Working Girl (1988) – Die Chefin

Sind Frauen per se die besseren Bosse? In Working Girl spielt anders als man denken mag nicht nur Gender eine entscheidende Rolle, sondern vor allem Klasse.

Chefin Katharine Parker (Sigourney Weaver) zahlt am Ende von Working Girl – Die Waffen der Frauen (1988) einen hohen Preis. Ihre Reputation: passé. Deal: geplatzt. Mann: weg. Dabei ist sie zunächst einmal nur eine dieser raren Frauen in Führungspositionen. Aber dass sie unserer Heldin, Tess McGill (Melanie Griffith), übel mitspielt, verzeihen wir ihr nicht; wohlig laben wir uns an ihrem Untergang.[1]

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Boss in Serie: Damages und House of Cards

Pathologische Chefs sind nicht nur solche, die unentwegt rumbrüllen oder drohen.

Im Spektrum der pathologischen, manipulativen Chefs gibt es so unterschiedliche wie Patty Hewes aus der Anwaltsserie Damages und Francis Underwood aus House of Cards. Beide wollen ihre Position ganz oben ausbauen, aber wo es Patty Hewes oft genug um die Sache geht, die sie mit wiewohl perfiden Methoden für sich (und ihre Klienten) entscheiden will, ist der (zunächst) Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus und spätere Präsident Francis Underwood allein an Macht interessiert, und er treibt Sachen – Gesetzesinitiativen, politische Allianzen, Intrigen, Mord – nur voran, solange sie diesem Machterhalt dienen.

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